• Chris

Tabellennachbarn unter sich

Acht Siege, sechs Remis und sieben Niederlagen - das ist die Bilanz sowohl der KSV Holstein als auch des FC Erzgebirge Aue. Am Sonntag kann sich der Gewinner also absetzen. Was dafür nötig ist, hat Ole Werner in der gewohnten Pressekonferenz zum anstehenden Spieltag erzählt. Die Presserunde hat gelauscht und ist sich weitesgehend einig, dass bei der aktuellen Form - gerade auswärts - ein Dreier im Erzgebirge drin ist.

1. Die versammelte Presserunde wollte noch mal einen Blick auf den vergangenen Montag und die Partie gegen den FC St. Pauli zurückwerfen. Kein Wunder, bei solch nervenaufreibenden Schlussminuten. Adebar spürt ja jetzt noch seine dünnen Beinchen schlottern. Erst dieser Elfer und dann auch noch so ein unsäglicher indirekter Freistoß - Danke Gelios! Und natürlich war diese heiße Kiste auch für Ole Werner aufregend. "Es war sehr emotional, gerade in der Schlussphase. Da fiebert man natürlich mit. Da hat man gesehen, wie sehr es auch von Kleinigkeiten abhängen kann", so der Coach.


2. Wie steht es nun aber um das Personal, das aktuell bereitsteht und am Sonntag auf drei Punkte aus sein wird? Da schaut es so aus, als ob der montagliche Fight ein bisschen Spuren hinterlassen hat. "Alexander Mühling hat aufgrund einer Sprunggelenksverletzung nur eingeschränkt trainiert, Jonas Meffert fällt wegen einer Verletzung an der Knischeibe aus, aber Jae-sung Lee steht nach seinen Sprunggelenksproblemen zur Verfügung", gibt Wener bekannt. Wer könnte denn im zentralen Mittelfeld für Meffert und vielleicht auch Mühling in die Bresche springen? Konkrete Namen nennt der Trainer nicht, aber er lässt keinen Zweifel daran, dass es ausreichend Alternativen gibt: "Es ist schöner, wenn mir als Trainer alle Spieler zur Verfügung stehen, aber wir haben einen großen Kader. Die Jungs, die nicht viel gespielt haben, können so ihre Chancen nutzen. Das verringert nicht meine Zuversicht fürs Aue-Spiel." Und wie sieht es beim Rückkehrer und direkten Adebar-Liebling Fabian Reese aus? "Er hat Teile des Mannschaftstrainings mitgemacht und könnte eine Option für den Kader sein", gibt uns Ole Werner leichte Hoffnung.


3. Der FC Erzgebirge Aue steht auf Platz sieben mit Sicherheit besser da, als sie es vor Saisonbeginn selbst geglaubt hätten. Aktuell haben die Sachsen aber eine eher schlechte Phase zu überwinden. In den drei Spielen nach der Winterpause gab es nur einen Punkt und noch kein einziges eigenes Tor. Dennoch warnt Ole Werner vor dem Gegner: "Was Aue massiv auszeichnet, ist, dass es eine gewachsene Mannschaft ist, die klug verstärkt wurde, und sehr über ihr Kollektiv kommt." Und dann ergänzt er: "Sie stehen sehr vernünftig und haben ein gutes Umschaltspiel. In der letzten Saison haben sie sehr risikoreich gespielt, was sie nun etwas verringert haben. Es wird eine echte Aufgabe für uns. Aber Aufgaben zu haben ist ja nicht schlecht." Dabei stellt der Trainer vor allem ihre Heimstärke in den Vordergrund. Aue ist bei sieben Siegen und drei Unentschieden diese Saison noch unbesigt daheim. Ole Werner: "Auch die Zuschauer spielen dort natürlich eine große Rolle. Man hat das Gefühl, dass man gegen einen gesamten Verein spielt." Dabei vergisst er aber nicht zu erwähnen, dass die Störche "es auch auswärts oft sehr gut gemacht" haben.


4. Die Erzgebirgler haben gemeldet, dass sie bis zum heutigen Freitagmittag rund 7.000 Tickets verkauft haben. Laut Holstein machen sich gut 100 Störche-Fans auf den weiten Weg ins Erzgebirgsstadion.

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