• Chris

Stärken zeigen im Derby!

Derby-Time! Heißt für Holstein: volle Hütte, und für Adebar: voll Bock! Beide Mannschaften erlitten nach dem Pokalaus vergangene Woche auch Niederlagen in der Liga. Die KSV offiziell auf dem Papier, der HSV gefühlt durch den Ausgleich in der Nachspielzeit beim Tabellenletzten. Doll war die letzte Woche also für beide Teams nicht. Wie geben sich die Teams nun, um ein dritte Enttäuschung in Folge zu verhindern? Wird es ein verkrampfter Kampf oder ein spielerisches Fußballfest? Sind alle Spieler an Bord? Kann die Kieler Abwehr die Hamburger Offensiv-Kraft im Zaum halten? Und vor allem ziehen die Störche den Rautenträgern wieder so die Hosen aus, wie sie es im letzten Jahr getan haben? Fragen über Fragen, die Ole Werner bei der heutigen Pressekonferenz zumindest teilweise geklärt haben mag.


1. Niemand im Presseraum, in der Holstein-Kabine oder auf der Fan-Tribüne wird es anders sehen als Ole Werner. "Natürlich ist es ein besonderes Spiel, zumal wir vor vier oder fünf Jahren Ligaspiele gegen den HSV nicht erwartet hätten", so der Trainer, der mit seinem folgenden Satz, dem Besonderen dann nebst Motivation auch ein wenig Normalität hinterherschießt: "Aber es ist ein Ligaspiel, das wir gewinnen wollen." Auch da wird ihm das Gros der Holstein-Welt zustimmen. Gewinnen wollen heißt in diesem Fall natürlich nicht müssen, aber die Störche haben ja bereits bewiesen, dass sie es können.


2. Dass das Unterfangen drei Punkte gegen den Aufstiegsfavoriten aus Hamburg ein schwieriges wird, wird selbstredend auch nicht verhehlt. Das Trainer-Team hat den Gegner, wie gewohnt, reichlich anaylsiert. Zum Gegner äußert sich Werner daher wie folgt: "Wir spielen gegen eine starke Mannschaft. Sie sind Tabellenführer, wirken sehr stabil und haben die Erwartungen bisher erfüllt." Gut, da muss Adebar ganz ehrlich sagen, dafür hätten wir nun keine ausführliche Analyse benötigt, um das in Erfahrung zu bringen. Etwas genauer wird er dann aber doch noch: "Der Verein und die Mannschaft strahlen eine große Stabilität aus. Sie lassen sich nicht beirren und bleiben ihrem Stil treu. Außerdem haben sie eine hohe individuelle Qualität auf dem Platz. Das spiegelt sich auch in den Ergebnissen wieder."


3. Interessant ist der nächste Satz, der deutlich macht, dass Holstein nicht nur auf das Spiel und die Stärken des Spitzenreiters reagieren will. "Es geht darum, die eigenen Stärken auf den Platz zu bringen, um selbst erfolgreich zu sein", gibt Werner die Marschroute vor. Natürlich sind sich der Trainer und die Mannschaft gewiss, dass der HSV versuchen wird, das Heft in die Hand zu nehmen und man daher automatisch immer wieder reagieren muss.


4. Mit welchem Personal die Partie am Samstag angegangen werden kann, ist relativ zügig geklärt. Mit Ausnahme dreier Spieler sind alle Kicker einsatzbereit. Die drei Leute, die fehlen werden, sind Jannik Dehm (Schienbeinbruch), David Atanga (Bänderdehnung) und auch Johannes van den Bergh, den es gegen Bielefeld dann doch so heftig erwischt hat, dass er erst mal pausieren muss.


5. Natürlich ist das Derby ausverkauft. 15.034 Fans werden dafür sorgen, dass das Holstein-Stadion pickepackevoll ist. So wie es sein soll. Das Auswärtskontingent von 1.600 Karten ist restlos ausgeschöpft, vermutlich werden sich aber ein paar mehr Rautenträger auf den Tribünen wiederfinden.

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