• Chris

Holstein ist jetzt auswärts gefragt

Die langweilige EM-Qualifikation ist geschafft, die deutsche Nationalmannschaft hat ihren Spielbetrieb für 2019 eingestellt und am Samstag heißt es Landeshauptstadt gegen Landeshauptstadt: Hessen gegen Schleswig Holstein, Wiesbaden gegen Kiel. Es wird eine maue Stimmung in der Brita-Arena zu erwarten sein. Ob sich überhaupt 5.000 Leute im Satdion zusammenfinden werden, bleibt fraglich. Außer Frage steht aber, dass die Störche bestens vorbereitet in die Partie gehen werden. Und doch werden der Kieler Medienwelt noch einige Dinge auf der Zunge brennen, die sie im Vorfeld der Begegnung wissen möchte. Und um genau diese Dinge zu klären, stand nach einwöchiger Pause heute wieder Ole Werner bereit, um Antworten zu geben.


1. Natürlich waren die Störche in der Länderspielpause nicht tatenlos. Die meisten von euch wissen, dass Holstein am vorletzten Mittwoch an der Alten Försterei gegen Erstligist Union Berlin ein Testspiel bestritt, das mit 0:3 verloren ging. Eine Partie bei der das Ergebnis nur bedingt enttäuschte, da sie in erster Linie diente, "Erkenntnisse zu sammeln", wie Ole Werner wenig verwunderlich feststellte. Das vergangene Wochenende wurde dann "genutzt, um vor den kommenden Wochen noch mal tief Luft zu holen".


2. Wie schätzt der Coach aber nun den Gegner Wehen Wiesbaden ein? Ganz einfach eigentlich: "Wiesbaden ist eine Mannschaft, die Fuß gefasst hat in der Liga. Sie suchen durch Umschaltaktionen ihre Chance und haben einen klaren Stil." Und sie kommen mit einem alten Bekannten: Manuel Schäffler, der aktuell in starker Verfassung ist. Also alle auf "Cheffe", oder wie? "Wir wollen natürlich versuchen, ihn so gut wie möglich auszuschalten. Aber auch um ihn herum hat Wiesbaden gute Spieler, die es gilt, aus dem Spiel zu nehmen. Aber wir sind zuversichtlich, dass uns das gelingen kann", erklärt Ole Werner auch die Gefährlichkeit der gesammten Truppe. Ein passendes Mittel dagegen kann Folgendes sein wie Werner erklärt: "Wir wollen den Gegner weit vom eigenen Tor fernhalten, gut gegen den Ball arbeiten und Standards gegen uns vermeiden."


3. Der Trainer hat auch noch Lob für seine Mannschaft übrig, da er sie auf einem guten Weg sieht und durchaus - wie auch Adebar - einen Fortschritt erkennt: "Wir sind in der Arbeit gegen den Ball klar organisiert und haben eine gute Ordnung." Doch natürlich weiß er das Ganze auch noch ein wenig zu relativieren: "Aber wir müssen in der gegnerischen Hälfte noch zielstrebiger und torgefährlicher werden." Auch das unterschreibt Adebar. Und auf wen alles kann er dabei in der nächsten Partie setzen, um das Ganze besser zu machen? Dehm fällt selbstverständlich weiterhin aus, Porath zog sich im Berlin-Spiel eine Gehirnerschütterung zu und Atanga trainiert zwar wieder, doch ein Einsatz kommt noch zu früh. Alle anderen scheinen - Stand jetzt - bereit zu sein.


4. Viele von euch werden schon auf den restlichen Spielplan bis zur Winterpause geschaut haben. Noch fünf Spiele, ganze vier davon auswärts. Und da sind die Störche diese Saison ja nicht immer ganz so dolle drauf gewesen. Wie wird Holstein die Mehrzahl an Auswärtsspiel angehen? " Wir wollen in den Beinen und im Kopf frisch bleiben. Die Reisestrapazen darf man nicht unterschätzen, aber darauf gehen wir in der Trainingssteuerung ein", so Ole Werner. "Ich merke, dass die Jungs Bock haben, dranzubleiben und Punkte zu holen." Dabei kann gerade den Spielen in Wiesbaden und Dresden eine große Bedeutung zukommen. Das sieht auch der Trainer ganz ähnlich: " Jedes Spiel bietet Chancen und Risiken. Das gilt auch für die Tabellenkonstellation. Wenn man nichts holt, rückt es enger zusammen. Wenn man punktet, setzt man sich ab. Dieser Umstand verändert unsere Vorbereitung aber nicht."


5. Dann gab es auch noch eine Frage zum Lieblingsthema aller deutschen Fußballfans: der Videoschiedsrichter. Seine Meinung dazu äußerte Werner so: " Beide Mannschaften haben ihre Erfahrungen mit dem Videoschiedsrichter gemacht. Das ist oft kontrovers diskutiert worden. Aber wir vertrauen darauf, dass er dies gut machen wird."


6. Traurig, aber war: Seitens der Heimmanschaft sind gerade mal knapp 4.000 Tickets an den Fan gebracht worden. Immerhin werden es rund 250 Kieler sein, die den weiten Weg in die hessische Landeshauptstadt auf sich nehmen werden.

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