• Chris

Es ist noch Luft nach vorne - und natürlich oben!

Der geteilte Platz 15, der Holstein mit einem Bein auf dem Relegationsplatz 16 stehen lässt, ist natürlich Mist. Aber es sind eben auch erst vier Spiele gespielt. Daher wollen wir auch gar nicht bei den schon beginnenden ersten Tönen miteinstimmen, dass man unten drinstecke und dort so schnell auch nicht wieder herauskomme. Ein zweiter Blick auf die Tabelle zeigt nämlich auch, dass mit einem Dreier ein großer Sprung drin ist. Und dieser soll am Sonntag gegen die stark gestarteten Auer aus dem Erzgebirge her. Dafür muss es aber endlich mal nach vorne besser werden. Sporadisch haben es die Störche ja gezeigt, über einen längeren Zeitraum aber noch nicht bestätigt. Da ist auch insbesondere Trainer André Schubert gefragt. Auch in Adebars Augen wird der Trainer zu recht kritisiert, das vieles im Aufbau und Offensivspiel nach zufälligem Stückwerk aussieht und nicht nach einem durchdachten Plan. Verständlich, dass sich der Trainer nicht lesen lassen will, aber es wäre schon beruhigend, wenn man seine Handschrift erkennen könnte. Immerhin hat der Coach verraten, was er bzgl. der Partie am Sonntag gegen Erzgebirge Aue so denkt.



1. Schubert selbst sieht bei seiner Mannschaft eine Steigerung in Sachen Effektivität und Chancenverwertung. Dabei appeliert er auch auf Verständnis von außen. "Wir haben viele junge Spieler, das darf man nicht vergessen. Da ist einiges auch Kopfsache", so der Trainer. "Aber insgesamt geht es natürlich einfach darum, stetig weiterzuarbeiten und sich weiterzuentwickeln." Da möchte man Schubert auch keineswegs widersprechen. Doch wann sieht man spielerische Fortschritte, die längerfristig und eben nicht, wie angesprochen, eher nur sporadisch wirken?


2. Natürlich hätte auch André Schubert gerne mehr Punkte auf dem Konto, zumal seine Mannen "in den Spielen zumeist mehr Torchancen hatten und viel investiert haben" und letztlich ist es eben auch so, dass "Punkte natürlich das sind, worum es geht". Als weitere Verbesserung seines Teams stellt er die Konterabsicherung hervor, die gegen Pauli deutliche Fortschritte gemacht hat.


3. Dem kommenden Gegner aus Aue attestiert er "eine gut besetzte, unangenehm zu spielende Mannschaft" und auf die Frage, welche Konsequenzen der Trainerwechsel bei den Sachsen für Holstein hätte, antwortete Schubert: "Die Vorbereitung wurde durch den Trainerwechsel natürlich erschwert. Daher ist der Gegner schwerer einzuschätzen."

Somit muss sich der Trainer wohl noch mehr auf das Können seiner eigenen Spieler konzentrieren. Doch in Sachen Personal scheint es diese Woche etwas dünner zu sein: Jonas Meffert sitzt noch das zweite und letzte Spiel seiner Rotsperre ab und die bisherige Überraschung Philipp Sander fällt mit einem Muskelfaserriss aus. Die Neuzugänge Aleksander Ignjovski und Selim Khelifi sind angeschlagen, sodass hinter ihren Einsätzen ein Fragezeichen steht. Dazu kommt natürlich der Langzeitverletzte Jannick Dehm.


4. Unter der Woche wurde bekannt, dass der deutsche U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz gleich drei Störche nominiert hat: Janni Serra, Makana Baku und Salih Özcan stehen im Aufgebot für das Testspiel gegen Griechenland (06.09.) und das EM-Quali-Spiel in Wales (10.09.). Natürlich kam auch noch mal die Sprache auf die drei Akteure. Dabei sagte der Trainer stolz auf seine Jungs: "Das ist für uns als Verein eine Ehre und freut uns auch für die Jungs, denen solche Spiele auf hohem Niveau natürlich guttun."


5. Für das Heimspiel an Sonntag sind bis Freitagmittag rund 8.500 Tickets verkauft. Gerade mal 250 Karten gingen ins Erzgebirge. Vielleicht hilft ja das Wetter dabei noch die 10.000 zu knacken. Man weiß es nicht...

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