• Chris

Auch an einem Montagabend geht es nur um drei Punkte

Wie schon das Hinspiel geht auch diese Partie am Montagabend über die Bühne. Für die KSV ist es allerdings das erste Heimspiel am Wochenbeginn seit September 2018, als der 1. FC Magdeburg an einem schönen und spannenden Spätsommertag mit 2:1 besiegt wurde. Nun also wieder die Stadtteilhamburger. Nach zwei Niederlagen in 17/18 und zwei Siegen 18/19 verloren die Störche das Spiel im ersten Halbjahr 19/20 doch ein Stückweit unglücklich. Also steht die Revanche an, um wieder auszugleichen. Das sieht Ole Werner wahrscheinlich nicht viel anders. Ob er das bei der Pressekonferenz - dieses Mal außerhalb der Reihe schon drei Tage vorm Spiel - auch so mitgeteilt hat, lest Ihr in den folgenden Zeilen.

1. Dieses Mal starten wir entgegen der Gewohnheit mit der Info über die verkauften Tickets. Warum? Weil Adebar es nicht fassen kann, dass es im Heimbereich immer noch rund 1.000 Tickets laut Aussage der Holsteiner Presseabteilung gibt. Da hat sich das Team durchaus ordentlich aus dem Keller herausgekämpft und dennoch kriegen es 240.000 Kieler und zahlreiche Menschen aus dem Umland nicht hin, die Bude im Vorverkauf schon vollzumachen? Ob man dabei auswärts stärker ist als daheim, spielt in Adebars Augen keine Rolle. Der Gästeblock ist jedenfalls ausverkauft.


2. Auf die erwähnte Heimschwäche angesprochen sagte Werner: "Die Diskrepanz hinsichtlich der Ergebnisse zwischen Heim- und Auswärtsspielen ist offensichtlich." Aber - für einen Trainer selbstverständlich - blickt er positiv auf die kommende Partie im Holstein-Stadion: "Dennoch waren die Leistungen sowohl zu Hause als auch auswärts überwiegend gut, was mich auch für das kommende Heimspiel positiv stimmt."


3. Der Rahmen ist selbstredend ein schöner. Das sieht der Trainer nicht anders, auch wenn es in dieser Partie wie in jedem anderen Ligaspiel lediglich um drei Punkte geht. "Montagabend, Flutlicht, Nordderby! Das ist natürlich ein besonderer Rahmen, wobei wir nicht anders an dieses Spiel herangehen als an andere Partien", so Werner. Wobei Adebar kurz zuckte, denn er hat "Nordderby" gesagt und es soll ja Leute geben, die das nicht so bezeichnen würden. ;-)


4. Was muss das Team nun beherzigen, um das Derby... ääääähh Spiel erfolgreich zu bestreiten? Ole Werner hat eine klare Antwort: "Es gilt, von der Fokussierung her 90 Minuten voll da sein. Wenn man das nicht schafft, läuft man Gefahr, Gegentore zu kassieren. Das können wir beeinflussen, indem jeder Spieler auch in engen Spielsituationen den Fokus auf seine Aufgabe aufrecht erhält." Dabei muss die KSV eventuell aber einen personellen Rückschlag erleiden, denn der Coach erzählte, dass Fabian Reese unter muskulären Problemen leidet und daher ein Fragezeichen hinter seinem Einsatz steht. Ansonsten sind alle Kicker außer Jannick Dehm an Bord. Auch Jae-sung Lee hat den Tritt von Damian Rossbach im Spiel gegen den Karlsruher SC gut weggesteckt.


5. Und was erwartet Ole Werner von den Paulianern? Da warnt er insbesondere vor einem Riesen: "St. Pauli hat in den letzten Spielen durch Henk Veerman einen echten Schlüsselspieler hinzugewonnen." Und dann lobt er auch noch den Rest der starken Angriffsreihe: "Dass sie zudem Spieler wie Borys Tashchy, Dimitrios Diamantakos oder Viktor Gyökeres in ihren Reihen haben, zeigt, was St. Pauli in der Offensive für eine Qualität hat – und was da für eine Mannschaft auf uns zukommt." Wobei Adebar ja schon sagen möchte, dass sie das mit den fünftwenigsten geschossenen Toren nicht regelmäßig gezeigt haben.

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